Die Renovation von 1980 – 1982

Dank der neu gegründeten Stiftung Rathaus des Äusseren Standes konnte das prachtvolle Gebäude von 1980 – 1982 umfassend restauriert werden. Die ursprüngliche Schönheit wurde wieder zum Vorschein gebracht.

Der entscheidende Schritt zur grossen Renovation des Rathauses des Äusseren Standes war die Gründung der gleichnamigen Stiftung im Jahr 1979. Grundidee war, das Haus instandzustellen, zu beleben und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Erdgeschoss sollte ein Restaurant sich auch in den Hof ausdehnen und die Wertzeichenverkaufsstelle der PTT untergebracht werden. Der grosse Empire-Saal war für Konferenzen und Bankette von Behörden und Vereinen vorgesehen.

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Treppenhaus nach der Renovation: Dominique Plüss.

Mit der Ausführung des Projekts wurde das Architekturbüro Trachsel, Steiner und Partner (Bern) betraut. Die Restaurierung beschränkte sich auf die historisch wichtigsten Teile. Die Zeughausgassfassade wurde profilgetreu in Sandstein rekonstruiert. Die Hoffassade wurde ebenfalls rekonstruiert, der durchlaufende Balkon wieder erstellt. Das Treppenhaus wurde ebenfalls wiederhergestellt, aus betrieblichen Gründen jedoch spiegelverkehrt. Hauptstück der Restaurierung war der Empire-Saal. Er wurde so restauriert, wie er sich nach dem Umbau 1817 präsentiert hatte. Eine grosse Herausforderung war die Gestaltung des Hofdachs, welches als unabdingbare Forderung für den Ganzjahresbetrieb des Restaurants erstellt werden musste. Der Wertzeichenverkaufsstelle wurde von der PTT in eigener Regie gestaltet. Anfang 1982 konnten die umfangreichen Arbeiten abgeschlossen werden, das traditionsreiche Haus war in seiner einstigen Schönheit neu erstanden.