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Bauliche Blüte, finanzielle Probleme

Ein Thron für den Schultheissen, ein geschenkter Fauteuil des Landvogts auf Habsburg – nach seiner Einweihung wurde der Empire-Saal immer prunkvoller. Doch die finanzielle Last wog zu schwer.

In den Jahrzehnten nach seiner Einweihung 1730 wurde der Empire-Saal immer reicher und prachtvoller ausgeschmückt. 1753/54 bekam er ein Wandtäfer mit Eichenholz und vergoldeten, holzgeschnitzten muschelförmigen Ornamenten (Rocaillen). 1756 erhielt der Schultheiss – er präsidierte sowohl den Kleinen wie den Grossen Rat – einen Thron. 1758 bekam der Äussere Stand vom Landvogt auf Habsburg einen Fauteuil mit einem Relief-Wappen des Landvogts auf der Rückenlehne geschenkt, 1760 wurde ein grosser Kristallleuchter gestiftet. Ab 1754 spendeten die Schultheissen des Äusseren Standes ihre Bildnisse zum Schmuck des Empire-Saales.

Doch um die Finanzen des Äusseren Standes stand es nicht zum Besten. Die finanzielle Last des Baus des Rathauses 1728 – 1730 wog schwer. Die Situation wurde immer bedenklicher, die Bauschulden drückten. Schäden wurden nicht mehr behoben, respektive erst 1794 wieder, als sich direkt über dem Schultheissenthron ein Deckenstück löste und herabstürzte. 1798 erlosch der Äussere Stand. Ein Jahr später wurde die bewegliche Ausstattung versteigert.

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